Jahresrückblick 2021

Veröffentlicht am 20. Dezember 2021 um 12:20

Nicole Frank mit Ehemann

Mein Jahresrückblick 2021: Von Büchern, Viren, Urlaub, Entrümpelungsaktionen und dem Verlassen von Komfortzonen

Ihr Lieben,

in diesem Jahr 2021 ist einerseits gar nichts und andererseits so viel passiert, dass ich das alles gerne in einem Jahresrückblick noch mal Revue passieren lassen möchte. Die Idee ist von Judith Peters vom Blog Sympatexter, die dieses große Bloggerevent ins Leben gerufen hat. Über 1300 Blogger beteiligen sich daran und heute veröffentlichen wir alle gleichzeitig unseren Jahresrückblick 2021. Es war ein Jahr, das von Anfang bis Ende von Corona bestimmt gewesen ist. Ein Jahr, das oberflächlich betrachtet ziemlich langweilig war, denn Urlaub im Ausland, Freunde treffen und ohne Bedenken in die Öffentlichkeit gehen war irgendwie nicht drin. Das Jahr ist trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, rasend schnell vergangen.

Mein Mann und ich konnten unsere Silberhochzeit feiern. Es ist das Jahr, in dem mein erstes Buch erschienen ist und in dem ich mit meinem zweiten Buch angefangen habe. Wir haben uns von einer Menge unnötigem Kram und einigen, dadurch überflüssig gewordenen Möbelstücken getrennt. Im Urlaub waren wir zwei mal für jeweils eine Woche und es gab eine freie Trauung mit einem wunderschönen, rauschenden Familienfest.

Wir sind in diesem Jahr viel draußen in der Natur unterwegs gewesen. Ich habe sehr viele Bücher gelesen, von denen ich euch einige weiter unten vorstellen möchte und wir haben die meisten Abende und Wochenenden zuhause verbracht. Und ja, ich gebe es ungern zu, wir haben auch viel ferngesehen. 

Es gibt auch Grund, sehr dankbar zu sein

Corona hat uns nicht erwischt. So wie auch im letzten Jahr sind wir, und auch unsere ganze Familie, davon verschont geblieben. Wenn es in der Familie gesundheitliche Probleme gab, dann nicht aufgrund des Virus. Mein Mann und ich konnten in unseren Jobs beide, auch während des Lockdowns, ganz normal weiterarbeiten. Das ist nicht selbstverständlich und das wissen wir beide sehr zu schätzen. Von Kurzarbeitergeld, oder, noch schlimmer, Arbeitsplatzverlust sind wir verschont geblieben. Weil wir jeden Tag zur Arbeit gefahren sind, hatten wir immer Kontakt zur Außenwelt, zu Kollegen und anderen Leuten. Mit Homeoffice und dem damit verbundenen psychischen Druck hatten wir glücklicherweise nichts zu tun. Wir haben, nach dem Einholen von Informationen und Gesprächen mit unserer Hausärztin, das Impfangebot angenommen. Fast alle anderen in der Familie auch. Weil ich in einer Tagespflege für Senioren arbeite, falle ich demnächst sowieso unter die Impfpflicht.

Wir wohnen nicht in der Nähe eines Flusses oder Gewässers. Wenn ich auf Instagram Fotos von Leuten sehe, die mit Blick auf einen See wohnen oder nur ein paar Schritte gehen müssen, um am Flussufer spazieren zu gehen, finde ich das manchmal schade. Im Sommer, als die Flutkatastrophe so vielen Menschen das Leben, den gesamten Besitz und die Arbeitsstelle genommen hat, wusste ich wieder, dass das Leben ohne viel Wasser in der Nähe ein Segen sein kann. 

So verlief also mein Jahr. Gesund, ohne Blessuren und Verluste bin ich hier, kurz vor Weihnachten, angekommen. Der Jahresrückblick 2021 lässt mich alles noch einmal erleben und erinnern und macht mir klar, dass ich ein gutes Leben habe (den Ausdruck habe ich Guido Maria Kretschmer geklaut, was er mir hoffentlich nicht übel nimmt). Bis auf ein paar Ärgernisse und kleine Blödheiten (wie den TÜV-Termin zu verschwitzen und dann mit der alten Plakette vor einem Polizeimotorrad herzufahren - fragt nicht!) hatte ich ein gutes Jahr. Weil es auch nicht so gute Jahre gab, bin ich für dieses besonders dankbar und wünsche mir, dass das nächste auch wieder gut wird. 

Auch euch allen, die ihr den Weg hierher gefunden habt, wünsche ich das. Ein wunderschönes, aufregendes, ereignisreiches Jahr, auf das ihr in zwölf Monaten glücklich und zufrieden zurückschauen könnt. Bleibt gesund, bleibt gut gelaunt und glücklich, bleibt freundlich und bleibt gerne hier und lest auch noch den Rest.

Meine Ziele für 2021und was daraus geworden ist

  • Mein Buch beenden, überarbeiten und publizieren - hat geklappt, es ist seit dem 24.08.2021 als EBook und als Taschenbuch erhältlich.
  • Weniger Müll produzieren - das hat leider nur teilweise funktioniert. Im Badezimmer konnten wir schon sehr viel reduzieren, in der Küche und beim Wocheneinkauf müssen wir noch sehr viel erfinderischer werden.
  • Weniger Fleisch essen - klappt gut, kann aber gerne noch besser werden.

Ausmisten und eine Buchidee

Wenn die Weihnachtsdekoration weggeräumt ist, was bei uns immer am 27. Dezember passiert, brauche ich optisch erstmal Ruhe um mich herum. Ich mag es nach dem Deko-Overload im Dezember ruhig und reduziert. Bei uns zuhause ist die Dekoration zwar nicht so überladen, trotzdem bin ich nach Weihnachten froh, wenn ich die Sachen wieder wegräumen kann.

Am Anfang eines neuen Jahres, pünktlich zum ersten Januar, packt mich dann auch immer das Ausmistfieber. Zu der Zeit möchte ich dann alle überflüssigen Dinge aus sämtlichen Räumen, Schränken und Regalen loswerden. Auf Instagram folge ich einer Frau, die sich vorgenommen hat, sich in diesem Jahr von 2000 Gegenständen aus ihrem Besitz zu trennen. Ihr Post auf Instagram und meine Ausmistaktion kamen also Anfang Januar zusammen und daraus ist die Idee für mein nächstes Buch entstanden. Ich hatte also mein erstes Buch nicht annähernd fertig und schon eine Idee für ein zweites.

In meiner Freizeit habe ich, neben dem Überarbeiten meines ersten Buchs, nach und nach den Stauraum in sämtlichen Räumen von allem befreit, was wir nicht mehr brauchten und vieles neu organisiert. Gleichzeitig habe ich jeden Gegenstand, der unseren Haushalt verlassen hat, auf einer Strichliste dokumentiert. Ich habe die Strichlisten zwar geführt, aber gezählt habe ich diese Striche noch nicht. Bisher fallen mir auch immer noch Sachen in die Hände, die ich doch noch weitergebe und die Liste wächst noch. Das Zählen hebe ich mir für den Zeitpunkt auf, an dem ich die Zahl in mein Buch schreiben möchte. Bis jetzt weiß ich deshalb selbst noch nicht, um wie viele Teile ich unseren Hausstand erleichtert habe. Ich bin schon gespannt, ob ich mich an die 2000 Teile meiner Ausmistkollegin annähern kann, oder weit darunter liege. Beides ist mir recht, es ist ja kein Wettbewerb. Sie hat mich zu einem kleinen Schritt in Richtung eines minimalistischeren und nachhaltigeren Lebensstils inspiriert und zu einem zweiten Buch. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. 

Mir bringt so eine Ausmistaktion immer viel innere Ruhe und Klarheit. Ein übervoller Kleiderschrank, Papierkram, der aufs Abheften wartet oder nicht mehr aktuell ist, oder solche Sachen wie Blumentöpfe, Vasen, Tischdecken oder Kaffeebecher, die nie genutzt werden, aber Schränke und Schubläden verstopfen, stören mich zunehmend. Ich brauche die Sachen nicht und will sie dann auch nicht mehr im Haus haben. Außer Kleidung, Büchern und Gebrauchsgegenständen haben uns auch ein paar kleinere Aufbewahrungsmöbel verlassen. Die sind durch die Reduktion unserer Sachen überflüssig geworden und auf der Strichliste natürlich auch vermerkt. Falls es euch interessiert, es handelt sich um ein Regal mit vier Böden, einen Schuhschrank und einen Rollcontainer. Die Möbelstücke haben eine neue Heimat gefunden, so wie der Großteil der ausgemusterten Gegenstände und die Kleidung auch. Entsorgt habe ich hauptsächlich Papiere und Kosmetikkram, bei dem ich mir wegen der Haltbarkeit nicht sicher war. Alles andere hat einen neuen Besitzer gefunden.

In dem Ort, in dem ich arbeite, steht ein kleines Holzhaus. Man kann dort Dinge ablegen, die man selbst nicht mehr braucht. Andere können diese Dinge dann mitnehmen. Es gibt auf dem Platz, auf dem das Häuschen steht, auch noch ein öffentliches Bücherregal, in dem ich viele Bücher losgeworden bin. Auf diese Weise werden meine ausgemusterten Gegenstände nicht zu Müll und jemand anderes hat noch etwas davon. Der Platz erfreut sich regen Zulaufs und wenn ich an zwei Tagen hintereinander da war, sind die meisten Sachen vom Tag vorher schon weg gewesen. Die Möbel und größere Gegenstände habe ich einfach in unsere Einfahrt gestellt, damit sie jemand mitnimmt. Das klappt immer, wir haben scheinbar ein Bermudadreieck vor der Haustür.

Das Entrümpeln zieht sich wohl auch noch ins neue Jahr, weil ich noch immer hier und da etwas finde, das nicht gebraucht wird. Gleichzeitig ist es eine gute Recherche fürs Buch.

Pflanze und Kranz dekoriert auf Kommode
Blick auf eine Kommode unter einer Treppe

Die Entstehung meines Buchs - von der Rohfassung zum "fertigen" Manuskript

Im Nordseeurlaub im Juni 2020 hat mein Buchprojekt seinen Anfang genommen. Ich hatte das Buch einer Selfpublisherin aus Neuseeland gelesen. Das Buch ist mir in der Online Buchhandlung eher zufällig ins Auge gesprungen und hat mich sofort angesprochen. Ich habe es mir dann heruntergeladen und den Kindle nehme ich sowieso immer mit in den Urlaub. Sie hat ein Buch darüber geschrieben, wie sie ihre Bücher verfasst, überarbeitet, formatiert, mit einem Cover versieht und dann selbst bei Amazon publiziert.

Ich habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen und das Thema ließ mich nicht mehr los. Auf einmal konnte ich mir vorstellen, selbst ein Sachbuch zu schreiben und zu veröffentlichen. Worum es in dem Buch gehen sollte, war schnell klar. Ich wollte ein Buch über den Übergang vom gefärbten zum weißen Haar schreiben. Ein solches Buch hatte ich, als ich im Übergang war, gesucht, aber nicht gefunden. Jetzt würde ich es selbst schreiben. Noch im Urlaub habe ich Ideen gesammelt und eine grobe Kapitelstruktur festgelegt. Am liebsten hätte ich sofort mit dem Schreiben angefangen, aber ich hatte blöderweise meinen Laptop nicht mitgenommen. Der lag zuhause im Schrank. Am Abend des Tages, an dem wir wieder zuhause angekommen waren, saß ich mit dem Laptop auf dem Schoß in meinem Sessel und habe angefangen, mein Buch zu schreiben. 

Im Herbst des letzten Jahres hatte ich die Rohfassung von meinem Buch schon fertig. An der Rohfassung habe ich wirklich nur ein paar Wochen geschrieben, leider lümmelte sie dann auf meiner Festplatte rum und ich hatte weder die Lust, noch die Energie, sie zu bearbeiten. Irgendwie war die Luft raus. Während ich daran geschrieben habe, habe ich es gleichzeitig wieder und wieder gelesen, daran gefeilt, Änderungen vorgenommen, und zum Ende hin vollkommen die Lust daran verloren. Alle zwei bis drei Wochen habe ich die Datei geöffnet und eine oder zwei Seiten durchgearbeitet. Dann dauerte es wieder Wochen, bis ich mich das nächste mal daran gesetzt habe. Im März 2021 war die Herumdümpelei vorbei und die Energie und die Lust am Schreiben kamen zurück. Zig mal habe ich das Manuskript von vorne bis hinten gelesen, bei jedem neuen Durchgang Formulierungen geändert, Sätze gestrichen, woanders einen Absatz zugefügt und Tippfehler verbessert.

Währenddessen habe ich überlegt, wie ich das Buch in den Handel bringe. So, wie die neuseeländische Autorin das gemacht hatte, den Buchsatz allein machen und auch ein Cover selber gestalten, wollte ich nicht. Was heißt wollte? Ich wollte schon, aber ich weiß, wo meine Grenzen sind. Ich habe durch Zufall bei Instagram einen Autorenservice entdeckt, der Buchsatz und Covergestaltung angeboten hat.

Ein Korrektorat hatte ich auch schnell gefunden, da habe ich einfach gegoogelt und die Webseite einer Frau, die auch Lektorate anbietet, hat mir sehr gut gefallen. Zum Glück hatte sie Zeit. Im Juni war es soweit und ich habe ihr mein Buch gemailt. Es war ein Riesenschritt für mich, weil bis dahin nur meine Tochter und meine Mutter das Manuskript gelesen hatten. Die eigene Geschichte an jemanden zu schicken, der vollkommen fremd ist, kostet Überwindung. Ich kannte die Frau, die mein Manuskript als erster Mensch außerhalb der Familie lesen würde, ja nur von ein paar Mails, in denen wir den organisatorischen Kram geklärt haben. Der Kontakt war aber so freundlich und wertschätzend, dass ich ein gutes Gefühl dabei hatte. Nach nicht mal einer Woche war das korrigierte Dokument wieder zurück. Sie hat auch hier und da eine Anmerkung gemacht, die die Formulierung betraf. Darüber war ich sehr froh, denn ein Lektorat wollte ich nicht beauftragen. Das war mir, ehrlich gesagt, zu viel Geld, mit dem ich hätte in Vorlage treten müssen. Der Buchsatz und das Cover würden ja auch noch kosten.

Im Juli hatte ich das Manuskript nach den Vorschlägen meiner Korrektorin bearbeitet. Leider ist mir einer dieser Änderungsvorschläge durchgerutscht, das habe ich leider erst viel zu spät bemerkt. Es ist kein Rechtschreibfehler, von daher nicht schlimm. ;) 

Jetzt fehlte es dem Manuskript noch an Format und ein Gesicht brauchte es auch. Beides, Buchsatz und Cover haben etwas mehr Zeit in Anspruch genommen. Hier waren auch mehr Entscheidungen zu treffen. Wie sollte das Cover aussehen? Welche Schrift wollte ich im Buch haben, wie sollten die Überschriften aussehen? Wollte ich Kapitelverzierungen und wenn ja, welche? Wie groß sollte das fertige Buch sein? Wollte ich ein glänzendes oder mattes Cover? Welches Papier? Davon hing wieder ab, wie breit der Rückdeckel des Covers sein musste. Fragen über Fragen und eine absolut überforderte Autorin. Katja vom Autorenservice hat mir alle Fragen (auch die wirklich blöden) immer sehr freundlich und hilfsbereit beantwortet und so hatte ich tatsächlich Ende August eine Epub-Datei für das eBook, eine PDF für das Taschenbuch, ein Cover für das eBook und ein Cover für den Print-on-Demand.

Jetzt musste ich das alles bei Amazon hochladen. Das habe ich am 24. August gemacht. Zum Glück wird man da relativ idiotensicher durch den Prozess geführt und kann überall Hilfeseiten anklicken. Wenn ich zwischendurch nicht weiter wusste und auch die Hilfeseiten keine echte Hilfe waren, habe ich gegoogelt. Und ich habe es tatsächlich geschafft. Beide, sowohl das eBook, als auch das Taschenbuch, waren nach knapp drei sehr angespannten Stunden hochgeladen. Das war ein unbeschreibliches Gefühl, ich konnte gar nicht glauben, dass es jetzt geschafft war. Dass mein Buch nun auf dem Weg in die Welt war. Amazon prüft die hochgeladenen Dateien zuerst auf rechtswidrige Inhalte (und wahrscheinlich einiges andere), deshalb musste ich warten, bis alles freigegeben und endgültig bestellbar war. Nach gut einem Tag war es endlich soweit. Man konnte es entweder auf den Kindle oder die Handy-App herunterladen, oder als eigens für den Käufer gedrucktes Taschenbuch (den Print-on-Demand) bestellen. Verrückt. Da musste ich über fünfzig Jahre alt werden, um das zu erleben. Jeder Mensch auf der Welt, der Zugang zu Amazon hat, kann mein Buch kaufen. Für mich ist das immer noch kaum zu glauben.

Am 31. August kam der Probedruck meines Buchs bei uns an. Der Probedruck war länger unterwegs, als es ein Autorenexemplar gewesen wäre, er ist teurer und ein hässlicher, breiter Streifen, auf dem "Nicht zum Wiederverkauf bestimmt" steht, läuft über das Cover. Eigentlich bestellt man sich den Probedruck, bevor man das Buch veröffentlicht, um zu sehen, ob noch Änderungen notwendig sind, ob die Schrift und der Buchsatz allgemein so sind, wie man sich das vorgestellt hat und ob das Cover rüberkommt, wie gewünscht. Aber weil ich so unerfahren an die Sache herangegangen bin, habe ich den Probedruck erst bestellt, als das Buch schon erhältlich war. Es war für mich unbeschreiblich, das Buch aus der Verpackung zu holen und es zum ersten Mal durchzublättern. Die ganze Zeit und das Herzblut, die vielen Entscheidungen und die Anspannung beim Hochladen hatten sich gelohnt. 

Dieser ganze Entstehungsprozess wird beim zweiten Buch wesentlich einfacher für mich sein, weil ich jetzt weiß, was auf mich zukommt und das Ganze nicht mehr so unerfahren und blauäugig angehen werde.

Seit dem 9. Dezember 2021 kann man das eBook auch bei Thalia bestellen. Das war noch einmal ein großer Schritt für mich und mein Buch.

Das Taschenbuch soll in nächster Zeit auch dort erhältlich sein, da muss ich vorher aber noch einiges in Erfahrung bringen. Das habe ich mir für das neue Jahr vorgenommen. Wenn die Feiertage vorbei sind kann ich mich darum in Ruhe kümmern. Sobald ich das geschafft habe, gebe ich euch Bescheid.

geöffneter Laptop mit Buchtext
Nicole Frank lachend auf der Couch sitzend mit Laptop
Nicole Frank im Sessel sitzend mit ihrem Buch
Amazon Screenshot
Thalia Screenshot

Eine Woche Urlaub in Carolinensiel

Im April haben wir eine Woche Urlaub in einer Ferienwohnung in Carolinensiel an der Nordsee gemacht. In Carolinensiel haben wir schon so oft unseren Urlaub verbracht, dass es so etwas wie unsere zweite Heimat geworden ist. Wir kennen da fast jeden Stein und jedes Sandkorn. Beide hatten wir das Gefühl, einen Tapetenwechsel zu brauchen, einfach mal raus aus unserem gewohnten Alltagsumfeld. Wenn wir unseren Urlaub zuhause verbracht hätten, wäre die Erholung sicherlich zu kurz gekommen. Man findet ja immer etwas zu tun, wenn man im Urlaub daheim bleibt. Es hat uns beiden so gut getan, mal eine andere Umgebung um uns zu haben. Wir sind viel draußen unterwegs gewesen, haben jeden Tag das schöne Wetter und die frische Luft genossen, und uns den Wind um die Nase wehen lassen. Es war überall wenig los. Alle zwei Tage waren Corona-Tests vorgeschrieben, aber das haben wir für den Urlaub gerne in Kauf genommen. 

Auch in den Städtchen, wie Jever oder Esens, war nicht allzu viel los. In den Restaurants blieb jeder zweite Tisch unbesetzt, so dass Abstandsregeln eingehalten werden konnten. Meistens waren sowieso, außer unserem Tisch, nur noch zwei, drei andere Tische besetzt. 

Wir hatten eine tolle, erholsame Zeit und konnten danach wieder mit neuem Elan in den Alltag starten.

Blick vom Balkon der Ferienwohnung in Carolinensiel
Gemeinsames Selfie von Werner und Nicole Frank
Gemeinsames Selfie von Werner und Nicole Frank an der Nordsee

Die Silversisters und ich

Irgendwann im August, kurz bevor ich mein Buch veröffentlicht habe, bin ich bei Instagram auf Claudia und die Silversisters.de aufmerksam geworden. Oder sie auf mich? So genau weiß ich das gar nicht mehr. Claudia hat auf ihrer Silberreise Gleichgesinnte gesucht und ist auch fast nur auf amerikanischen Seiten fündig geworden. Sie hat sich aber gedacht, dass es eine solche Community auch hier bei uns in Deutschland braucht, und selber eine entsprechende Seite aufgezogen. Im März 2021 hat sie die erste deutsche Silberschwestern-Community auf Instagram gegründet. Im August 2021 hat sie zusammen mit anderen Silversisters bei der Fotostrecke zum Thema "Grau dich" einer großen deutschen Zeitschrift mitgewirkt.

Ich bin froh, Teil dieser Community zu sein. Wir unterstützen uns gegenseitig. Wir helfen Frauen, die neu dazu kommen, beim Durchhalten. Wir fangen uns gegenseitig auf. Wir verstehen Zweifel und Ungeduld, weil wir selber schon an genau derselben Stelle zweifelnd und ungeduldig waren. Wir sind vernetzt. Wir sind füreinander da. Und das Wichtigste: Wir haben eine Menge Spaß miteinander. Jede Frau, die ihre eigene Silberreise starten möchte, ist herzlich in unsere Community eingeladen. Danke, liebe Claudia, dass du das möglich gemacht hast. 

Logo der Silversisters.de

Das erste Familienfest seit langem

Im September gab es eine Hochzeitsfeier in unserer Familie. Meine Cousine und ihr Mann haben ihre freie Trauung nachgeholt. Die Hochzeitsfeier hätte eigentlich ein Jahr früher stattfinden sollen, wegen Corona musste sie um ein Jahr nach hinten geschoben werden. In dem Jahr ist meine Großcousine zur Welt gekommen, die deshalb die Trauung ihrer Eltern schon mitfeiern konnte. Ein ganz besonderer, kleiner Gast mehr, als eigentlich geplant, so war die Verspätung doch zu etwas gut.

Am Eingang wurde kontrolliert, ob alle Gäste genesen, geimpft oder getestet waren. Dass der Betreiber des Veranstaltungsorts darauf zu achten hatte, wurde bei der Hochzeitseinladung, ein paar Monate vorher, schon mitgeteilt. Deshalb waren wir alle entsprechend vorbereitet.

Als alle Gäste sich eingefunden hatten, begann die Trauzeremonie. Das Hochzeitspaar hatte eine Traurednerin engagiert, die die musikalische Untermalung gleich mit übernommen hat, sie konnte auch singen. Meine Cousine hatte alles so wunderschön dekoriert und die Traurednerin hatte eine schöne Rede vorbereitet und passende Lieder ausgewählt. Alles war so rührend und gefühlvoll, weshalb die Freudentränen-Taschentücher, die auf den Sitzen lagen, ausgiebig genutzt wurden. Für mich war es die erste freie Trauung, die ich erlebt habe und es war klasse. Als wir dem frisch getrauten Paar gratuliert haben, bin ich so emotional geworden, es war mir schon fast ein bisschen peinlich.

Nach der Trauung gab es ein Buffet mit Kaffee und Kuchen. Ich habe mir ein Stück Hochzeitstorte und ein Stück Erdbeerkuchen ausgesucht. Ein weiteres Stück passte nicht mehr rein, was wirklich schade war. Auf einer Hochzeit wird immer viel gegessen und die Candybar ist besonders bei den Kindern sehr gut angekommen. Ich habe mich auch öfter mal bei den hübsch dekorierten süßen Sachen herumgetrieben. Abends wurde ein Buffet mit kalten und warmen Speisen aufgebaut.

Es gab auch einen Flashmob auf der Hochzeit. Die Schwägerin der Braut hatte Youtube-Videos mit einem Lied und einem Tanz ausgesucht, und beides eine Woche vorher per WhatsApp an manche Gäste geschickt. Es galt, das alles geheim zu halten, weil wir nicht nur das Brautpaar, sondern auch die anderen Gäste überraschen wollten. Den Tanz haben meine Tochter und ich vorher fleißig geübt. Ich war wirklich froh, dass sie mir da helfen und mit mir proben konnte. Nach dem Abendessen wurde das Lied gespielt und alle, die die WhatsApp bekommen hatten und Bescheid wussten, haben sich auf der Tanzfläche versammelt. Ich hätte nicht gedacht, dass der gemeinsame Tanz so gut und auch relativ synchron gelingen würde, weil ja jeder für sich allein geübt hat. Das Lied war "Can´t stop the feeling" von Justin Timberlake. Bei einem Flashmob war ich noch nie dabei, da war es klasse, dass es auf Anhieb so gut geklappt hat. Die beiden Hauptpersonen waren auf jeden Fall überrascht, und ich denke, alle anderen Gäste auch.

Auch das Brautpaar hatte einen besonderen, tollen, ziemlich wilden Tanz vorbereitet, nicht nur den üblichen Walzer. Danach haben mein Mann und ich noch ein paar mal zusammen getanzt und ich habe den Abend so genossen, weil solche schönen Feste in größerer Runde mit toller Stimmung, gemeinsamem Essen, Gesprächen, Musik und Tanz so lange nicht mehr möglich waren. 

Es war ein tolles Fest. Liebe Menschen, eine gelöste, fröhliche Stimmung, schönstes Sommerwetter, leckeres Essen und eine Burg inmitten von Wasser als Veranstaltungsort. Ein rundum schönes Familienfest, bei dem man den Tag auch mit den Familienmitgliedern verbringen konnte, die man sonst nicht so oft sieht.

Werner und Nicole Frank auf der Treppe vor dem Burggraben
Nicole Frank vor dem Burggraben
Die Candybar auf der Hochzeit

Eine Woche Urlaub in der Lüneburger Heide

Die erste Oktoberwoche haben wir in der Lüneburger Heide verbracht. Wir haben auch dieses mal wieder eine Ferienwohnung gemietet. Es war ein tolles, kleines Ferienhaus. Bei uns bin ich dafür zuständig, im Internet nach schönen Ferienwohnungen zu schauen und ein paar in die engere Auswahl zu nehmen. Die Entscheidung, welche es wird, treffen mein Mann und ich zusammen. Worauf ich seit ein paar Jahren immer achte, ist, dass die Wohnung WLAN hat. So auch die, in der wir unseren Herbsturlaub verbracht haben.

Leider konnte ich mich mit meinem Handy nicht in den Gastzugang der Wohnung einloggen. Ich habe keine Ahnung, woran das lag, ich bekam immer die Fehlermeldung, dass der Login nicht möglich sei. Mit dem Handy meines Mannes ging es und mit meinem Kindle und meinem Laptop hat es auch geklappt. Mit meinem Handy kam ich nur ins Internet, wenn ich mobile Daten genutzt habe und wir unterwegs waren. In dem Ort, in dem unsere Ferienwohnung lag, gab es anscheinend ein Funkloch, mobile Daten gab es da jedenfalls nicht. Weil mein Mann kein Instagram auf seinem Handy hat, haben wir zuerst versucht, die App auf sein Smartphone zu laden. Leider hatte er nicht mehr genug Speicherplatz dafür. Ich habe die App dann schließlich auf meinem Laptop installiert. Das hat etwa eine halbe Stunde lang funktioniert, dann merkte ich, dass meine Likes nicht mehr verarbeitet wurden und die Seite nicht mehr neu laden konnte. Weil wir auch keine WhatsApp mehr verschicken konnten, hatten wir einen sehr ruhigen Abend in der Ferienwohnung. Später haben wir in den Nachrichten gehört, dass Instagram, Facebook und WhatsApp einen Totalausfall hatten. Da konnte dann auch das WLAN in der Ferienwohnung, das mein Handy nicht leiden konnte, nichts dafür.

Wir hatten in diesem Urlaub nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter, wie im Juni in Carolinensiel. Der Himmel war oft bedeckt, aber es blieb doch meistens trocken und wir konnten viel Zeit draußen verbringen und die Gegend erkunden. Mittags sind wir da, wo wir gerade waren, Essen gegangen. Solltet ihr mal in Lüneburg sein, geht unbedingt ins Elrado Restaurant und bestellt euch da das Elrado-Brot und als Beilage den Blattspinat mit Erdnussbutter. Die Kombination hört sich seltsam an, hat mich aber neugierig gemacht, als ich es auf der Speisekarte gelesen habe. Es schmeckt wirklich gut und war mal was ganz Neues, was wir vorher so noch nicht gegessen hatten. 

Lüneburg ist eine sehr schöne Stadt und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Man ist von da aus schnell in Hamburg oder Lübeck. Buxtehude und Stade sind auch sehr schön. 

Auch, wenn wir dieses Jahr keinen Urlaub im Ausland verbracht haben, hatten wir zwei schöne Auszeiten. Wir machen gerne im Norden Deutschlands, oder in den Niederlanden Urlaub. Wir sind schon ein paar Jahre nicht mehr in den Süden geflogen. Mittlerweile wäre mir ein reiner Badeurlaub zu langweilig und für Sightseeing in den Sommermonaten ist es mir da zu heiß.  Einen Urlaub an der holländischen Nordseeküste haben wir für nächstes Jahr ins Auge gefasst. Mal sehen, ob das klappt und wohin es uns treibt. Das steht dann vielleicht im Jahresrückblick des nächsten Jahres ... 

Blick auf Häuser mit alten Fassaden in Lüneburg
Speisen im Restaurant Elrado in Lüneburg
Selfie von Werner und Nicole Frank in Stade

Unsere Silberhochzeit

In unserem Urlaub in der Lüneburger Heide haben wir unsere Silberhochzeit gefeiert. Nur mein Mann und ich, ohne eine große Feier mit Familie und Freunden. Wir sind in einem schönen Restaurant gewesen und haben uns da verwöhnen lassen. Es war ein schöner und unaufgeregter, entspannter Tag, den wir gemeinsam genossen haben.

Vor 25 Jahren haben wir geheiratet, ein Jahr und drei Monate nachdem wir uns kennengelernt hatten. Achtzehn Monate später kam unsere Tochter zur Welt. Es ist schön, wenn man sich auf den Partner immer verlassen kann. Bei uns ist das jetzt so, es war so und wird hoffentlich auch immer so bleiben. Wir haben beide nie an unserer Entscheidung füreinander gezweifelt. Mein Mann ist gleichzeitig auch mein bester Freund. Wir können zusammen lachen und wir können zusammen weinen. Meinungsverschiedenheiten gibt es auch ab und an. Wir haben beide Macken, aber jeder von uns lässt den anderen so, wie er ist.

Es klingt jetzt irgendwie pathetisch, aber unser Ehe ist wie ein langer, ruhiger Fluss. Ein paar Stromschnellen gab es während der Krankheit meines Mannes, aber auch die haben wir hinter uns gebracht, ohne dass einer von uns zwischendurch aus dem Boot gefallen wäre. Wir haben es uns auf unserem Boot gemütlich gemacht und unsere Tochter ist mittlerweile auf ihrem eigenen Boot unterwegs. Die nächsten 25 Jahre haben angefangen und ich hoffe, dass es ruhige Gewässer sind, die auf uns warten.

Meine Güte, jetzt reicht es aber mit den Booten und Flüssen, aber es ist gar nicht so einfach, so persönliche Dinge für jeden lesbar hier öffentlich zu machen. Weil unser Jubiläum ein wichtiger Teil dieses Jahres ist, mochte ich aber auch nicht unerwähnt lassen.

Selfie von Werner und Nicole Frank in Lüneburg
Werner Frank im Restaurant Elrado in Lüneburg
Nicole Frank im Restaurant Elrado in Lüneburg

Mein Blog entsteht

Im November ist mir ein Instagrambeitrag von Judith angezeigt worden, indem sie von ihrem Jahresrückblog erzählt hat. in dem Zeitraum habe ich darüber nachgedacht, dass ich, um mehr Sichtbarkeit für mein Buch zu bekommen, außer Instagram und Facebook noch irgendetwas anderes machen sollte. Auf Facebook bin ich auch noch nicht so lange und finde mich da viel schlechter zurecht, als bei Instagram. Aber zurück zum Blog. Ich hatte also schon über einen Blog nachgedacht, mich aber nicht getraut, das alleine in Angriff zu nehmen. Dann tauchte das Angebot auf, am Jahresrückblog teilzunehmen. Kurz entschlossen habe ich auf den Button zur Teilnahme geklickt und mich angemeldet. Das hat mich eine schlaflose Nacht gekostet, denn ich hatte weder eine Ahnung, was da auf mich zu kommt, noch einen Blog. Aber Judith hat mir sehr weitergeholfen und ich hab es in Angriff genommen. 

Empfohlen hat sie mir ein anderes Content Management System als dieses hier, aber das konnte ich 14 Tage lang ausprobieren und habe da nichts Vernünftiges zustande gebracht. Nach den zwei Probewochen habe ich nicht verlängert und war genauso schlau, wie vorher. Ich habe dann andere Anbieter verglichen, die Baukastensysteme für Blogs (und für absolut Ahnungslose wie mich) anbieten, und bin hier gelandet, weil es hier die meisten guten Bewertungen gab. Das grobe Gerüst stand dann auch schnell und mein Blogabenteuer kann beginnen. Wenn ich zwischenzeitlich noch Fragen habe, kann ich mich an Judith und ihr Team wenden, da wird mir schnell geholfen.

Ich bin froh, dass es eine Deadline gibt. Bis zum 20. Dezember sollte mein Blog wenigstens soweit fertig sein, dass ich den Jahresrückblick 2021 mit den anderen Bloggern zusammen veröffentlichen kann. (Jetzt gerade, als diese Zeilen entstehen, habe ich noch 2 Tage Zeit und schiebe Panik!) Ohne dieses Datum im Nacken würde dieser Blog wahrscheinlich nie soweit fertig werden, dass ich ihn auf die Menschheit loslasse. 

Es gibt so viel zu lernen und zu tun. Eigentlich sollten wir die Entstehung unseres Jahresrückblicks mit täglichen Posts auf Instagram und/oder Facebook begleiten, aber da komme ich schon lange nicht mehr hinterher. Das ist eine gute Gelegenheit zu lernen, dass ich dieses Blogabenteuer auf meine Weise angehen kann. Ich muss das nicht perfekt machen. (Kann ich auch gar nicht.) Alles, was ich möchte und worauf ich hinarbeite ist, dass am Montag, dem 20. Dezember, mein Jahresrückblick 2021 fertig ist. Dass es ein paar Fotos gibt, die ihr euch dazu anschauen könnt und ich wenigstens dieses Wochenende noch einen oder zwei Posts auf Instagram und Facebook fertigbringe. Es gibt ja auch noch ein Leben offline. Es gibt meine Familie, für die ich Zeit haben möchte, meinen Job in der Tagespflege, den Haushalt und die Wäsche und alles andere, was das ganz normale Leben betrifft.

Trotz des vor mir liegenden Wochenendes, das völlig und gänzlich von der Entstehung dieses Blogs geprägt sein und zeitlich nicht viel anderes zulassen wird, trotz der nächtlichen, wachen Stunden, in denen ich mich gefragt habe, ob ich völlig meschugge bin, ohne Vorkenntnisse an die Sache heranzugehen und trotz der Tatsache, dass es bisher noch kein einziges Foto in den Blogartikel geschafft hat und ich keine Ahnung habe, ob ich das noch rechtzeitig hinkriege, bin ich froh, es gemacht zu haben.

Eine Frau, die mir auf Instagram folgt, hat mir geschrieben, dass ich daran wachsen werde und das stimmt. Ich habe jetzt schon mehr gelernt, als ich für möglich gehalten habe. Dieser Blog ist wieder ein Riesenschritt aus meiner Komfortzone heraus, in der ich es mir doch ganz gemütlich eingerichtet hatte. Mittlerweile bin ich durch alles, was dieses Jahr passiert ist, so weit weg von meiner "alten" Komfortzone, dass ich sie von hier aus gar nicht mehr sehen kann.

Ich bin dabei, mir eine neue Zone einzurichten. Einen neuen, komfortablen Raum, der so viel größer ist, als der alte, und ganz anders eingerichtet. Mein Selbstbewusstsein hat jetzt viel mehr Platz in meiner neuen Komfortzone. Den braucht es auch, denn es ist in diesem Jahr gewachsen. Weil ich Dinge gemacht und geschafft habe, die noch vor zwei Jahren völlig undenkbar für mich waren. Und ich halte viel Platz frei, für alles, was noch kommen möchte, denn ich bin noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Ein zweites Buch wird kommen, dieser Blog wird regelmäßig neue Blogartikel erhalten, mein Themenspektrum wird nicht bei grauen Haaren enden, sondern sich weiter entwickeln. Für diese Weiterentwicklung ist auch Platz. Für meine eigene Entwicklung und für die meiner Themen.

Meine Tochter meinte, als ich ihr erstmals von meiner Buchidee erzählt habe, dass sie es schön findet, dass auf diese Weise etwas von mir in der Welt bleibt. So hatte ich es bis dahin noch gar nicht gesehen. Auf eine andere Weise ist es mit dem Blog jetzt aber ähnlich und der Gedanke gefällt mir.

Geöffneter Laptop mit Logo des Jahresrückblog 2021
Nicole Frank auf dem Sessel sitzend mit Laptop
Geöffneter Laptop mit erstem Blogdesign

Was ich gerne in diesem Jahr gemacht hätte, aber wegen der Pandemie nicht konnte

Fangen wir mit den Dingen an, die nicht lebenswichtig sind, sondern eher das Salz in der Suppe ausmachen. Auch ohne kann man die Suppe essen, sie schmeckt dann halt nicht ganz so gut.

Hier fällt mir als erstes ein, dass wir am Anfang des Jahres, im Lockdown, nicht mehr einfach in ein Café oder Restaurant gehen konnten. Das haben wir vermisst, aber wahrscheinlich nicht so sehr, wie all die Betreiber der Cafés und Restaurants.

Man konnte auch nicht mehr einfach so durch eine Buchhandlung streifen, einfach nur so durch einen Schuh- oder Klamottenladen stöbern. Die Ladenbetreiber durften nur eine bestimmte Anzahl an Kunden in den Laden lassen und da kam ich mir wirklich blöd vor, wenn ich einfach nur mal schauen wollte, was es da so gab, ohne Kaufabsicht. Ich dachte dann, dass dem Ladenbesitzer sicher Kunden lieber wären, die wirklich etwas brauchen und ich deren Platz im Geschäft nicht wegnehmen wollte. Wahrscheinlich ein dämlicher Gedanke, aber ich weiß, dass es auch anderen so gegangen ist. Ohne etwas zu kaufen aus dem Laden wieder rausspazieren war ein blödes Gefühl, also bin ich erst gar nicht reingegangen.

Ich kann wahrscheinlich an einer Hand abzählen, wie oft ich dieses Jahr überhaupt in der Stadt war. Zu meiner Entschuldigung möchte ich hier noch anmerken, dass ich meinen Konsum an Kleidung und Büchern in der letzten Zeit sowieso lieber aus zweiter Hand decke und daher eine schlechte Kundin für Händler mit Neuware geworden bin. Bevor ich jetzt hier noch mehr verrate, lasse ich das Thema fallen und hebe es mir für einen weiteren Blogartikel auf.

Wir hätten gerne noch einmal eine Woche in den Niederlanden verbracht. Das war aber mehr unsere eigene Entscheidung, als dass es wegen Corona nicht geklappt hätte. Wir haben uns einfach dafür entschieden, in diesem Jahr noch im eigenen Land zu bleiben. Vielleicht fahren wir im nächsten Jahr wieder hin, das entscheiden wir relativ spontan, ein paar Wochen vorher. 

Das war eigentlich schon alles, was ich gerne gemacht hätte, was aber zu den eher oberflächlichen Vergnügen gehört.

Jetzt zu dem, was mir wirklich wichtig ist und dieses Jahr zu kurz gekommen ist. Nicht nur das Salz, sondern die Suppe selbst, die fehlte. (Sorry, dämliche Vergleiche anstellen kann ich gut. Das habt ihr in dem Absatz über unsere Silberhochzeit schon gemerkt.)

Was mir sehr gefehlt hat, sind Umarmungen. Besonders am Anfang des Jahres und auch jetzt wieder, wo die Omikron Variante unterwegs ist, nehme ich niemanden mehr so einfach, ohne Überlegung, in den Arm. Ich habe so oft: "Ich drück dich ganz fest" in WhatsApp Nachrichten oder Instagram DMs geschrieben und  mir dabei sehnlichst gewünscht, den Menschen jetzt wirklich vor mir zu haben und fest in den Arm nehmen zu können, dass ich das gar nicht mehr zählen kann. Umarmungen sind wichtig. Wenn ich geliebte Menschen, gute Freunde und Freundinnen und liebe Kolleginnen und Kollegen nicht hin und wieder mal fest an mich drücken kann, dann fehlt mir was.

 

Ich möchte dazu die Therapeutin Virginia Satir zitieren:

Wir brauchen vier Umarmungen pro Tag zum Überleben,

acht Umarmungen pro Tag um uns gut zu fühlen und

zwölf Umarmungen pro Tag, zum innerlichen Wachsen.

 

Ganz soweit würde ich dann doch nicht gehen, mir kommen zwölf Umarmungen pro Tag schon recht viel vor. Dass eine Umarmung gut tut, und ich gerne viel öfter mal jemanden an mich drücken würde, stimmt aber. 

Zeitweise waren wir sogar hier zu Hause knapp und vorsichtig mit Umarmungen. Meine Eltern und wir wohnen zusammen in einem Haus und wir haben, besonders am Anfang des Jahres, als die Zahlen so hoch waren, Abstand gehalten, um sie nicht zu gefährden.

Gefehlt haben mir auch spontane Treffen mit Freunden. Unsere Freunde, die wir zu unserer freiwillig ausgesuchten Familie zählen, haben wir im Frühsommer einmal getroffen, davor an Silvester. Es ist ein kleiner Kreis von zwei Paaren und uns. Eine liebe Freundin habe ich allein, ohne unsere Männer, im Sommer besucht und sie seitdem nicht mehr persönlich getroffen.

Meine Mädelsrunde habe ich einmal im Sommer gesehen. Wir haben draußen an der frischen Luft gesessen und mal wieder richtig viel erzählt und uns gegenseitig auf den neusten Stand gebracht. Ende November waren wir zusammen auf dem Weihnachtsmarkt. Eine aus unserer Runde hat bei beiden Gelegenheiten gefehlt und ich habe sie vermisst. Sie habe ich dieses Jahr nur kurz gesehen, zwischen Tür und Angel, als ich ihr etwas nach Hause gebracht habe.

Natürlich können wir alle telefonieren, wir können uns Nachrichten schreiben und bleiben in Kontakt. Es ist aber nicht dasselbe. Ich will sie alle regelmäßig sehen, nah bei ihnen sitzen, sie zur Begrüßung und zum Abschied umarmen und nicht an ein Virus denken, das wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen baumelt. 

Bücher, die mich inspiriert haben

Dieses Jahr habe ich viel gelesen und es gab zwei Bücher, die ich besonders wertvoll für mich fand und die ich euch deshalb hier vorstellen möchte:

Pierre Franckh - Das Gesetz der Resonanz

Dieses Buch habe ich gelesen, weil ich davon überzeugt bin, dass man Bestellungen beim Universum aufgeben kann und das man vieles im Leben unbewusst anzieht oder abstößt. 

Schon Marc Aurel hat gesagt, dass das Glück unseres Lebens von der Beschaffenheit unserer Gedanken abhängt. 

Die meisten Menschen lenken ihr Leben unbewusst. Wenn ich davon überzeugt bin, dass mir ein neuer Tag nur Stress und Ärger bringt, dann wird es auch so sein. Bin ich umgekehrt davon überzeugt, dass mich ein toller Tag erwartet, den ich mit positiv gestimmten Menschen verbringen werde, dann wird das meine Realität sein. Warum? Es liegt am Fokus. Wenn ich damit rechne, dass mir ein blöder Tag bevorsteht, dann fällt mir alles auf, was diese Annahme bestätigt. Sollte mir dann doch etwas Gutes passieren, bemerke ich es gar nicht. Es geht unter in diesem, von negativen Ereignissen geprägten Tag. Wenn ich den Tag abends noch mal Revue passieren lasse, fallen mir nur noch die Situationen ein, die meinen Tag unschön gemacht haben. Bin ich aber davon überzeugt, den besten Tag meines Lebens vor mir zu haben, liegt der Fokus auf dem Positiven. Wenn dann doch eine schlechte Situation dazwischen kommt, suche ich nach einer Lösung und hake sie ab. Abends denke ich an meinen wunderbaren Tag und mir fällt vielleicht noch ein, dass ich eine ungute Situation gut gelöst habe. 

Gleiches zieht Gleiches an. Zufriedene Menschen umgeben sich gerne mit anderen zufriedenen Menschen. Unzufriedene ziehen andere unzufriedene Menschen in ihr Leben. Besser wird ein Leben dadurch nicht.

Ich glaube daran, dass es so etwas wie Resonanz gibt. Oder Anziehung, wie andere es nennen. Meine Weckzeit ist eine Viertelstunde früher eingestellt, als ich aufstehen möchte. In dieser Viertelstunde denke ich an das, was mich an dem Tag erwartet und ich stimme mich positiv auf den neuen Tag ein. Seitdem ich das so mache, hatte ich keinen absolut beschissenen (Entschuldigung) Tag mehr. Andererseits gab es auch Zeiten, da habe ich morgens im Bett gelegen und mir ausgemalt, wie schlimm der vor mir liegende Tag wird. Ihr könnt es euch sicherlich denken, der Tag war schlimm.

In dem Buch wird das alles noch besser erklärt, als ich das jetzt in der Kürze kann. Das Lesen lohnt sich.

Dr. med. Sheila de Liz - Woman on fire

In diesem Buch findet ihr Informationen rund um die Wechseljahre. Frau Dr. de Liz ist Frauenärztin und Fachfrau für bioidentische Hormone. Bevor ihr jetzt denkt, geh mir weg mit Hormonen, lest euch bitte den Klappentext durch. Es geht hier um sämtliche Wechseljahresbeschwerden, zu denen viele Frauenärzte nur zu sagen wissen, dass man da eben "durch muss".  Muss man eben nicht und gut informiert kann man sich Hilfe holen. 

Meine Wünsche und Ziele für 2022

Ein Wunsch ist es, gesund zu bleiben. Das hat bis jetzt immer gut geklappt und darf gerne so bleiben.

Ein weiterer Wunsch ist es, glücklich zu bleiben. Es lebt sich einfach besser, wenn man glücklich ist. 

Weil ich es mich glücklich macht, wenn Leserinnen mir schreiben, dass ihnen mein Buch weiterhilft, möchte ich sichtbarer werden, um noch mehr Frauen erreichen zu können und ihnen bei ihrem Übergang zu helfen. Das ist mein Ziel und es käme auch meinem zweiten Wunsch sehr entgegen. 

Ein Ziel habe ich noch, und zwar bis zum Sommer mein neues Buch zu schreiben und es zu überarbeiten, damit das Manuskript im Herbst Korrektorat, Buchsatz und Coverdesign durchlaufen kann. Ich würde es gerne zum Ende des Jahres veröffentlichen. 

Und es wäre schön, nächstes Jahr wieder am Strand von Westkapelle spazieren gehen zu können und eine Chocomel in einem Strandpavillon zu trinken.

Holzsteg am Strand von Westkapelle in den Niederlanden

Zitate für 2022

 

Das Allerwichtigste ist, fähig zu sein, das Leben zu genießen, ohne sich von den Dingen in die Irre führen zu lassen.

(Shunryu Suzuki)

 

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab. Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.

(Marc Aurel)

 

Nicht die Glücklichen sind dankbar, es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

(Francis Bacon)


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Kommentare

Claudia Windhagen
Vor 9 Monate

Liebe Nicole, ich bin auch froh, dass wir uns gefunden haben. Irgendwie hat das Universum immer zu passender Zeit passende Begegnungen parat. Toll so ein Jahresrückblog. Ich träume schon Jahrzehnte davon, auch ein Buch zu schreiben und bewundere deine Konsequenz. Gerade kann ich die Silversisters als Ausrede benutzen, dass ich nicht dazu komme 😉 Ich freue mich, wenn wir uns endlich alle persönlich treffen können. Ich wünsche dir viel Erfolg für das zweite Buch. Das erste war schon grandios und hat jeder Silberschwester aus der Seele gesprochen. Liebe Grüße Claudia

Nicole Frank
Vor 9 Monate

Liebe Claudia,
vielen Dank für deinen Kommentar und die guten Wünsche für das zweite Buch. Es ist mein erster Kommentar hier und dass er von dir kommt, freut mich ganz besonders.
Liebe Grüße Nicole

Melanie Gerhard
Vor 9 Monate

Was für ein schöner Jahresrückblick! Da kann man ja gleich mehrfach gratulieren: zum Blog, zur Buchveröffentlichung, zur Silberhochzeit ... Wundervoll!

Nicole Frank
Vor 9 Monate

Vielen Dank, Melanie! Fürs Lesen und für deine Gratulationen. Ich komme eure Jahresrückblicke lesen, sobald meine Dienste diese Woche vorbei sind.
Liebe Grüße Nicole

Gabriella Rauber
Vor 9 Monate

Das Ausmisten hat eine befreiende Wirkung. Ich habe bewusst, meine Schränke durchgeschaut und so einige Kleidungsstücke an Freund:innen und deren Töchter weitergeben dürfen. Was sie umgekehrt auch machten :-) Und nun bereitet es uns allen grosse Freude, wenn eine ein altes/neues Kleidungsstück trägt.
Danke, dass du einen Einblick in die Entstehung deines Buches und vor allem in die Gefühlswelt gegeben hast. Und Hut ab vor deinem Mut, überhaupt etwas zu veröffentlichen und dann gleich noch ein sehr persönliches Thema anzugehen.
Dass du mit Bloggen begonnen hast, finde ich super. Ich hatte noch nie nachgedacht, dass wir über unsere Blog-Artikel ein "Vermächtnis" für unsere Kinder erstellen. Danke deiner Tochter für diese Erkenntnis!

Nicole Frank
Vor 9 Monate

Danke Gabriella,
das werde ich meine Tochter wissen lassen. :o) Mir hat der Gedanke auch sehr gut gefallen. Toll, dass ihr eure Kleidung austauscht, das ist eine sehr gute Idee!
Vielen Dank, dass du hier gelesen hast. Ich komme, sobald ich zeitlich kann, bei dir lesen.
Liebe Grüße Nicole

Monika Styleworld40plus
Vor 9 Monate

Liebe Nicole,
danke für den Einblick in Dein Jahr 2021. Da hat sich ja wirklich eine Menge ereignet und Du hast viel geschafft.

Ich wünsche Dir ein gutes, gesundes und glückliches neues Jahr und ganz viel Erfolg für Deine neuen Projekte.

Herzlichen Gruß
Monika

Nicole Frank
Vor 9 Monate

Liebe Monika,

vielen Dank, dir auch ein wunderschönes, gesundes und glückliches neues Jahr. Ich wünsche dir viele schöne Momente mit lieben Menschen.
Danke, dass du meinen Jahresrückblick gelesen hast.

Liebe Grüße
Nicole

Sonja Ulrich
Vor 9 Monate

Liebe Nicole,
was für ein Werk in dieser kurzen Zeit. Dein Blog ist so schön geworden. Und ist es nicht erstaunlich, dass ein scheinbar viel zu kurzes und langweiliges Jahr doch so viele schöne und aufregende Momente hatte. Man sollte sich öfter die Zeit nehmen zum Innehalten und die guten Momente in Erinnerung bringen, darüber nachdenken was man alles geschafft und erreicht hat. Ich danke dir für das Teilen deiner Highlights des vergangenen Jahres und freue mich für dich, dass du an deiner Arbeit wachsen konntest :-) Ich bin gespannt, wie sich deine Pläne für 2022 entwickeln. Dafür drücke ich dir beide Daumen und wünsche dir die nötige Portion Geduld und Motivation. Es ist so schön, dass wir Silversisters uns bei Instagram gefunden haben, uns gegenseitige unterstützen und gemeinsam lachen. Nie hätte ich gedacht, dass so etwas auf einer virtuellen Plattform möglich wäre. Dir und deinen Lieben wünsche ich wundervolle Weihnachten und erholsame Feiertage.
Liebe Grüße, Sonja 💝

Nicole Frank
Vor 9 Monate

Liebe Sonja,

es ist schon etwas ganz Besonderes, was Claudia auf Instagram für uns geschaffen hat. Ich bin auch froh, dass wir uns alle da gefunden haben.
Danke für dein Interesse und deine guten Wünsche. Die Frau, die mir gesagt hat, ich würde an der Sache mit der Webseite und dem Blog wachsen, warst du. Danke dafür, das hat mir neuen Mut gegeben.
Auch dir und deinen lieben ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.

Liebe Grüße
Nicole

Andrea
Vor 9 Monate

Danke für diesen schönen, persönlichen Jahresrückblick, Glückwunsch zum Buch und ja! Umarmungen sind superwichtig!!! Also fühle dich jetzt fest umarmt!

Nicole Frank
Vor 9 Monate

Liebe Andrea,
vielen Dank fürs Lesen, den Glückwunsch und die Umarmung.
Liebe Grüße
Nicole

anja westerwinter
Vor 9 Monate

Hallo Nicole,
super, dass Du all diese Hürden überwunden hast und drangeblieben bist. Herzlichen Glückwunsch auch zur Silberhochzeit - Respekt, das ist eine lange Zeit. Ich freue mich über eine Silberlöwin mehr im Universum.
Ich wünsche Dir einen Riesen Erfolg mit deinem zweiten Buch - auf dass es 'Bäng' macht!
All the Best
anja